PKV-Wechsel: Schritt-für-Schritt zur günstigeren Krankenversicherung
Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung kann hunderte Euro pro Monat sparen – wenn er richtig vorbereitet ist. Zwei Wege stehen offen: der interne Tarifwechsel beim aktuellen Anbieter und der Wechsel zu einer anderen Gesellschaft.
Variante 1: Interner Tarifwechsel nach §204 VVG
Jeder Privatversicherte hat das Recht, innerhalb seiner Gesellschaft in einen günstigeren Tarif mit vergleichbaren Leistungen zu wechseln – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Die Alterungsrückstellungen bleiben vollständig erhalten. Das ist der schnellste Hebel, um Beiträge zu senken.
Variante 2: Wechsel zu einem neuen Anbieter
Bei einem Anbieterwechsel ist eine neue Gesundheitsprüfung erforderlich. Ein Teil der Alterungsrückstellungen kann übertragen werden. Sinnvoll ist dieser Schritt vor allem für junge, gesunde Versicherte mit überteuerten Bestandstarifen.
Kündigungsfristen beachten
Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel drei Monate zum Ende des Versicherungsjahres. Bei einer Beitragserhöhung greift ein Sonderkündigungsrecht innerhalb von zwei Monaten nach Zugang des Anpassungsschreibens.
Risiken vermeiden
Kündigen Sie niemals, bevor ein neuer Vertrag schriftlich bestätigt ist. Achten Sie auf identischen oder besseren Leistungsumfang, lückenlose Beihilfeberechtigung (Beamte) und faire Selbstbeteiligungen.
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